Glossar
Preisuntergrenze
Die Preisuntergrenze ist der niedrigste Preis, zu dem du dein Produkt anbieten kannst, ohne Verlust zu machen. Sie ergibt sich aus deinen Kosten und deinem Verkaufsvolumen.
Die Preisuntergrenze ist der niedrigste Preis, zu dem du dein Produkt verkaufen kannst, ohne bei jedem Verkauf Geld zu verlieren. Sie wird aus deinen variablen Kosten pro Kunde, deinen Fixkosten und deinem realistischen Verkaufsvolumen berechnet und bildet die harte Grenze nach unten in jeder Preisverhandlung.
Kurzfristige und langfristige Untergrenze
In der Praxis lohnt es sich, zwei Untergrenzen zu unterscheiden:
- Kurzfristige Preisuntergrenze: deckt nur die variablen Kosten pro Kunde. Unterhalb dieser Grenze verlierst du mit jedem einzelnen Verkauf Geld, egal wie viele Kunden du gewinnst.
- Langfristige Preisuntergrenze: deckt zusätzlich den Anteil an den Fixkosten bei deinem geplanten Volumen. Erst oberhalb dieser Grenze arbeitet dein Geschäft nachhaltig profitabel.
Warum die Preisuntergrenze keine Preisempfehlung ist
Ein häufiger Fehler ist, die Untergrenze als Ausgangspunkt für die Preissetzung zu nehmen und einen kleinen Aufschlag daraufzurechnen. Damit verschenkst du den Wert, den dein Produkt stiftet: Der richtige Preis orientiert sich am Nutzen für den Kunden und am Markt, nicht an deinen Kosten. Die Untergrenze sagt dir nur, wo ein Preis zum Fehler wird.
Für Dienstleister ist die Untergrenze der kalkulierte Mindest-Tagessatz; wie du ihn ehrlich rechnest, steht unter Stundensatz und Tagessatz kalkulieren. Sie gilt unabhängig vom Abrechnungsmodell, auch bei Festpreis und Retainer. Im 9-Schritte-Prozess wird die Preisuntergrenze in Schritt 5 (Finanzplanung) berechnet und in Schritt 6 als unteres Ende deines Preiskorridors festgehalten.