Glossar
Zahlungsbereitschaft (Willingness to Pay)
Die Zahlungsbereitschaft ist der höchste Preis, den ein Kunde für dein Produkt zu zahlen bereit ist. Sie lässt sich über Interviews, Preistests und Verfahren wie Van Westendorp ermitteln.
Die Zahlungsbereitschaft (englisch Willingness to Pay, WTP) ist der höchste Preis, den ein bestimmter Kunde für dein Produkt zu zahlen bereit ist. Sie ist keine Eigenschaft des Produkts, sondern des Kunden: Verschiedene Segmente haben für dasselbe Produkt sehr unterschiedliche Zahlungsbereitschaften.
Wovon die Zahlungsbereitschaft abhängt
- Wahrgenommener Nutzen: Wie groß ist das Problem, und wie gut löst dein Produkt es aus Sicht des Kunden?
- Alternativen: Was kostet die nächstbeste Lösung, inklusive "selbst machen" oder "nichts tun"?
- Budget und Dringlichkeit: Selbst überzeugte Kunden zahlen nicht über ihrem Budget, und ohne Dringlichkeit wird der Kauf verschoben.
- Referenzpreise: Preise, die der Kunde aus seiner Kategorie kennt, verankern seine Erwartung.
Ermitteln statt raten
Für Gründer ohne Marktforschungsbudget haben sich drei Wege bewährt: Kundeninterviews mit Fragen zum quantifizierten Nutzen, Befragungsverfahren wie die Van-Westendorp-Methode, und echte Preistests im Verkaufsgespräch. Wichtiger als die perfekte Methode ist, überhaupt externe Signale zu sammeln, statt die Zahlungsbereitschaft intern zu schätzen.
Welche Methoden sich in der Praxis eignen und wo ihre Grenzen liegen, zeigt der Guide Zahlungsbereitschaft ermitteln: 5 Methoden für Gründer. Im 9-Schritte-Prozess fließt die Zahlungsbereitschaft in Schritt 6 als eines der Signale für die Preisobergrenze ein.